Der beste Pokerspieler aller Zeiten

Dolye Brunson ist eine lebende Legende. Jahrzehntelang war er Topspieler und Seriensieger, Pokertheoretiker und Buchautor.

Ein Pokergigant, der nicht nur bei der Pokerrevolution geholfen hat, sondern auch ganz neue Maßstäbe gesetzt hat, an denen sich alle anderen Spieler erst messen müssen.

Brunson gewannt die World Series of Poker zweimal, bekannter dürften aber seine Beiträge zur Pokertheorie sein. Vor 25 Jahren hat er ein Buch verfasst, das mittlerweile zu einer Pokerbibel wurde: "Super/System".

Er leistete auch Pionierarbeit beim Versuch, das Image von Poker aufzupolieren. Er wurde zu einer der ersten respektierten Stimmen, die Poker dazu verhalfen, ernst genommen zu werden.

Brunson wurde 1933 in Texas geboren. Er wollte zunächst Profi-Basketballer werden. Eine Knieverletzung machte diesem Vorhaben dann ein Ende. Er suchte sich nun etwas Neues, um seinen Wettkampfdurst zu stillen. Der Rest ist Geschichte, könnte man sagen.

Doyle Brunson wagte das bunte, aber riskante Leben als Pokerprofi. Auf seinem Weg traf er auf die in dieser Zeit größten Spieler wie Johnny Moss, Sailor Roberts, Amarillo Preston.

In Texas wurde es immer schwieriger für ihn, Poker zu spielen. Er hatte sich schon einen Namen gemacht und er war derjenige, der stets am Ende des Abends mit dem Geld seiner Gegner nach Hause ging. Er fand immer weniger Gegner und daher zog er mit seiner Familie in den 60er Jahren nach Las Vegas. In den 70er Jahren konnte Brunson dort zweimal hintereinander die World Series of Poker gewinnen. Legendär waren die Hands, mit denen sich Brunson 1976 und 1977 den Titel sicherte: Brunsons letzte Hände waren bei beiden Malen 10-2, und beide Male wurde daraus ein Full House. Seit damals ist die Hand 10-2 nach Brunson benannt.

Wie schon gesagt ist Doyle Brunson für seinen Buchklassiker Supersystem berühmt geworden. Ein immer noch gültiges Standardwerk, an dem man nicht vorbeikommt, wenn man es ernst mit dem Pokerspiel meint. Als sein Buch erschien, gab es einen Aufschrei in der Pokerwelt. Brunson's Kollegen waren empört, dass er die Geheimnisse des Pokerns einfach so ausplaudert. Der Effekt dieses Buches war aber, dass eine breitere Öffentlichkeit sich nun für Poker und die Theorie des Spiels interessierte.

Brunson's zweites Buch "According to Doyle" ist eine Sammlung aus seinen Kolumnen beim Gambling Times Magazine. Dieses Buch ist eine Reihe von Überlegungen und Philosophien zum Thema Glücksspiel.

In den 80er Jahren entdeckte Brunson seine andere Passion, das Golfen. Er spielte um astronomische Summen. Auch Sportwetten interessierte ihn und man erzählte sich, dass er nie unter 5-stelligen Beträgen wettet. Es war nicht ungewöhnlich, dass Brunson an einem Tag eine halbe Million Dollar auf diese Weise investierte.

Bis dato hat Doyle Brunson 9 Gold Bracelets der World Series of Poker gewonnen. Aber noch viel bedeutender war Brunson am Cash-Tisch, wo er märchenhaft hohe Summen in 50 Jahren Berufsausübung gewonnen hat. Und selbst mit über 70 Jahren ist er immer noch derselbe gefürchtete Gegner am Tisch und gehört immer noch zu den weltbesten Spielern.

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