Pokerschaukel: Verlieren und gewinnen

Verlieren lernen: Pokerschaukel in beide Richtungen, Gewinner beschaeftigen sich mit dem Verlieren.

Spiele oder Sportarten haben in der Regel Gewinner und Verlierer. Im Poker gibt es das sogar jede Minute. Da die meisten Pokerspiele mit 10 Spielern stattfinden, ist es auch viel einfacher, der nicht gewinnende Spieler zu sein als der gewinnende. Obwohl das Verlieren häufiger vorkommt als das Gewinnen, kommen die meisten Spieler mit dem Gewinnen besser zurecht als mit dem Verlieren.

Die Spieler neigen dazu, wenig Augenmerk auf die "Verlierer"-Aspekte des Spiels zu richten. Sie konzentrieren sich hauptsächlich darauf, Pots zu gewinnen. Sie denken über die Möglichkeit nach, wie sie das Geld vom Stack der Gegner in ihre eigene Tasche umleiten können. Offensichtlich ist das sehr wichtig, aber das Geld während eines Pokerspiels nimmt eine lange Reise auf sich, um dann bei einem Spieler zu bleiben. Die Spieler schieben Geld in den Pot und sie nehmen Geld vom Pot. Das Geld bewegt sich hin und her, rund um den Tisch. Ein einzelner Chip kann in den Besitz von mehreren Spielern während einer Pokerstunde gelangen. Poker-Einkommen wird also nicht geradlinig und in einer regelmäßigen Weise erzielt, sondern ist das positive Resultat eines Spielers, der es schafft, am Ende dieses ewigen Hin und Her von Gewinnen und Verlieren, am Ende dieses undurchsichtigen Kreislaufes und Chips-Wanderungen zum Schluß mehr Chips zu haben als vorher.

Geld, das nicht verloren wird, ist auch ein Gewinn. Eine der ältesten Pokerweisheiten und gültig bis in alle Ewigkeit. Eine andere: Es liegt in der Natur von Pokerspielen, dass man verlieren muss, um zu gewinnen. Kein Spieler holt 100% der Pots. Ganz im Gegenteil: selbst die besten Spieler verlieren mehr Pots als sie gewinnen. Die Pokerschaukel bewegt sich immer in beide Richtungen. Die meisten Pokerspieler hassen aber eine Seite des Spiels: das Verlieren. Aber die Fähigkeit, "richtig" zu verlieren, ist der Schlüssel für das Gewinnen.

Das erste, was sofort unter Kontrolle gebracht werden muss, sind Neigungen tilt zu gehen, also nach Verlusten oder unglücklichen Situationen heiß laufen und hirnlos weiterspielen. Selbst-Kontrolle ist in jeder Sekunde das Allerwichtigste beim Pokern.

Wenn man Pots verliert, soll so wenig wie möglich investiert worden sein. Und umgekehrt: Wenn man Pots gewinnt, so ist es wichtig zu versuchen, die einen oder anderen Extra-Einsätze der Gegner noch hinein zu bekommen. Man verliert mehr Pots, aber diejenigen, die man gewinnt wiegen das nicht nur wieder auf, sondern verschaffen mit der richtigen Spielweise ein Plus. Der Preis, ein Poker-Gewinner zu sein, ist dass man viele Pots verliert. Ein ersparter Verlust, den man durch frühes Fold erzielt, ist genauso gut wie ein gewonnener Pot.


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