Ueberlebenstipps fuer Pokerturniere

Falsche Einschaetzungen seiner Hands, nicht beachten, in welcher Turnierphase man gerade steckt oder einfach zu ungeduldig spielen. Das sind die beliebtesten Fehler bei grossenTurnieren. Ein paar Tipps, um sie zu vermeiden.

Nie ein All-In in einer frühen Turnierphase mitgehen.

In den ersten Runden eines Turniers darf man davon ausgehen, dass ein All-In eines Spielers gerechtfertigt ist. Er will verdoppeln, weil er die Hand dafür hat. Und selbst wenn nicht, macht es auch nichts. Ein Pokerturnier beendet man nicht in den Preisrängen, wenn man einer verpassten Chance nachtrauert. Der sicherste Weg jedoch, ein größeres Turnier als einer der ersten zu beenden ist, wenn man ein All-In mit Hands wie 10-10 oder J-J callen will. Selbst bei Q-Q wagen es viele Turnierprofis nicht, ein All-In zu callen. Aus einem einfachen Grund: die Blinds sind noch so niedrig, ein All-In bedeutet in der frühen Turnierphase oft, "call mich bitte". Es ist besser, davon auszugehen, dass ein Spieler in der frühen Turnierphase einen sehr sehr guten Grund (nämlich A-A oder K-K) hat, dich zu einem doppelt-oder-nichts einzuladen.

Paare richtig einschätzen

Es passiert oft bei kleinen oder mittleren Paaren, dass man sie nicht richtig einzuschätzen weiss. Man sollte aber wissen, wie man zB 7-7 spielt, denn in den verschiedenen Turnierphasen haben sie auch einen unterschiedlichen Wert. Wenige Gegenspieler in dieser Situation heisst, man braucht eine gute Setzposition, um auf Druck zu spielen und sie aus dem Pot zu drängen. Viele Mitspieler bedeutet, dass man versucht, so günstig wie möglich Karten zu sehen und auf den Drilling zu hoffen. Andererseits ist 7-7 ein Blatt zum All-In gehen, wenn die Blinds hoch sind, man selbst wenige Chips hat bzw die Stimmung am Tisch sehr gespannt ist.

Asse richtig spielen

A-10 oder A-J sind gute Hands, aber nicht immer. Wenn man noch viele Chips hat, dann sind diese Hands nichts, an denen man festhalten soll. Ein Raise braucht man damit nicht callen. Im Turnier versucht man, zu überleben - das Turnier von einer Hand wie A-J abhängig zu machen wäre übertrieben. In späteren Phasen muss man es vielleicht tun. Grundsätzlich kann man sagen, dass ein As alleine nicht viel wert ist, wenn die meisten anderen Spieler aufgrund ihrer Chipszahl geduldig sein können. In einer späten Phase kann es genau umgekehrt sein, viele Spieler müssen wegen der hohen Blinds oder weil sie wenig Chips haben mit schlechteren Karten callen, dann ist A-J wiederum eine sehr starke Hand.

Die Höhe der Blinds als Maßstab

Das Verhältnis von Blinds-Höhe und eigenen Chips ist der wichtigste Anhaltspunkt für sämtliche Entscheidungen während des Poker Turniers. Je weniger Blinds ich mir leisten kann, desto mehr werde ich gezwungen, aggressiv zu spielen, All-In zu gehen usw. Je mehr Blinds ich habe, desto länger kann ich warten, bis ich Top-Hands bekomme. Richtig nachdenken muss man erst, wenn man weniger als 25 Big Blinds hat, da sollte man umschalten und versuchen, Druck zu machen und öfter die Blinds zu stehlen usw. Hat man mehr Chips, kann man sich zurücklehnen und auf ein A-A oder K-K warten. Es besteht kein Grund, mit zu spekulativen Hands überhaupt ins Spiel zu gehen. Die gegenteilige Situation entsteht, wenn man weniger als 12 Big Blinds hat, dann gibt es nur mehr Aussteigen oder All-In gehen. Kein Spielzug kann mehr durchgespielt werden. Viel Zeit zum Warten hat man auch nicht mehr. Solange man noch soviele Chips hat, dass ein All-in andere Spieler abschreckt, sollte man das tun, denn wenn du zB nur mehr 3 Big Blinds hast, wirst du auf jeden Fall gecallt.

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